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Bitcoin über 5.500 US-Dollar – Ein Blick auf die Fundamentaldaten stimmt bullish

David Scheider

In den vergangenen 24 Stunden legte der Krypto-Markt abermals ordentlich zu. Insbesondere Bitcoin performt überdurchschnittlich; knapp fünf Prozent legte die Kryptowährung Nr. 1 in nur einem Tag zu. Bitcoin notiert zur Stunde bei 5.530 US-Dollar. Wieso die Fundamentaldaten nach Norden zeigen und was die Kursgewinne mit dem anstehenden Coinbase Reward Halving zu tun haben.

Bitcoin steht bei über 5.500 US-Dollar. Diejenigen, die schon länger dabei sind, werden sich noch erinnern: Diesen Wert erreichte die größte Kryptowährung nach Marktkapitalisierung letztmalig im Oktober 2017. Damit konnte der Bitcoin-Kurs seit Jahresbeginn um sage und schreibe 45 Prozent zulegen – das schreit nach Bullenmarkt.

Insbesondere in den letzten drei Monaten performte Bitcoin augenscheinlich stark. Dazu BTC-ECHO-Chefanalyst Dr. Philipp Giese:

[…] der Bitcoin-Kurs performt so gut wie schon lange nicht mehr. Nach einem Pullback im Januar sind alle drei folgenden Monatskerzen grün. Sofern der Bitcoin-Kurs den April über 4.100 US-Dollar abschließt, wären das die ersten three green soldiers seit Ende 2017.

Doch nicht nur BTC überzeugt. Schließlich bescheren die Top-10-Coins Anlegern durch die Bank weg grüne Kerzen und so nimmt es sich nicht überraschend aus, dass die Marktkapitalisierung mit knapp 185 Milliarden US-Dollar um 3,7 Prozent höher ist als vor 24 Stunden.

Was sind die Hintergründe des neuesten Kursanstiegs?

Reward Halving preist sich ein

Bitcoins historischer Kursverlauf lässt Muster von Zyklen erkennen. Schließlich war der vergangene Bärenmarkt in der Geschichte der Kryptowährung kein einmaliges Phänomen, sondern hat sich bisher bereits zum dritten Mal wiederholt. Mit einem maximalen Verlust von 84 Prozent gegenüber des Allzeithochs im Dezember 2017 war die zurückliegende „Rezession“ nicht einmal Rekordhalterin. Im Zeitraum November 2013 bis Januar 2015 verlor BTC um sage und schreibe 87 Prozent an Wert.

Die erste Erkenntnis ist also die folgende: Bear-Bull-Zyklen sind der typische Verlauf von Bitcoin. Woher wissen wir, dass die jüngste Korrektur durchgestanden ist?

Dafür können wir ein Modell zurate ziehen, dass Marktanalyst @100trillionUSD seit geraumer Zeit via Twitter lanciert. Die Rede ist vom sogenannten Stock-to-Flow-Modell. Vereinfacht gesagt können wir den zyklischen Verlauf des Bitcoin-Kurses anhand von Daten aus der Vergangenheit hinlänglich genau modellieren. Der Theorie zufolge müssen wir dazu nur das Verhältnis von bestehendem Supply (Stock) zur jährlich hinzukommenden Menge (Flow) betrachten. Die Stock-to-Flow-Rate für Bitcoin speist sich indes nicht nur aus Daten aus der Vergangenheit, sondern lässt sich auch für die Zukunft recht genau abschätzen. Schließlich ist die emittierte Geldmenge im Code des Bitcoin-Protokolls festgeschrieben; derzeit kommen zum bestehenden Stock alle zehn Minuten exakt 12,5 BTC hinzu.

Das führt zu einer aktuellen Stock-to-Flow-Rate (SF) von 25 (17,5 Millionen BTC, pro Jahr kommen 0,7 Millionen hinzu = SF 25). Damit ist Bitcoin hinsichtlich der Knappheit mit Silber vergleichbar, nach dem nächsten Reward Halving (alle vier Jahre verringert sich der Coinbase Reward pro Block um 50 Prozent) beträgt die SF-Rate 50 und ist damit beinahe so hoch wie die von Gold. Je höher die SF-Rate, desto knapper das Gut.


Daraus lässt sich laut @100trillionUSD ein Modell-Preis ableiten (hier grau dargestellt). Wie man unschwer ablesen kann, stieg der Bitcoin-Preis in Erwartung der nächsten Block-Reward-Halbierung bisher immer an. Das nächste Halving ist für Mai 2020 angesetzt.

Kurzum: Bitcoins Supply ist endlich; die Cap von 21 Millionen Coins und das Reward Halving alle vier Jahre machen es zum wohl knappsten Asset in der Geschichte der Menschheit.

Fundamentaldaten relevant

Demnach befinden wir uns also aktuell in einer sogenannten Accumulation Phase. In Erwartung von Kursanstiegen im Zuge einer abermaligen Verknappung des Angebots versuchen Anleger im Vorfeld Coins zu akkumulieren. Folglich haben die jüngsten Kursgewinne weniger mit Gerüchten um eine Browsererweiterung für Amazon-USA-Zahlungen mit BTC zu tun, sondern sind vielmehr Ausfluss des typisch zyklischen Bitcoin-Kursverlauf.

Dies bestätigt auch der aktuelle Bericht von Adamant Capital, einem Investment-Unternehmen unter den Fittichen von Tuur Demeester. Demzufolge endet ein Bärenmarkt mit der Kapitulation der Weak Hands, also derjenigen Anleger, die aufgrund der horrenden Kursverluste nicht mehr an BTC glauben und ihren Besitz aus Abscheu verkaufen.

Dies war laut Demeester im Dezember 2018 der Fall.


Disclaimer: Der Autor hält Bitcoin. Die hier wiedergegebenen Daten sind Einschätzungen des Autors und der zitierten Quellen und stellen keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen dar.

 

Source: BTC-ECHO

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