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Fünf Dinge, die für Anleger heute wichtig sind

Kurz nach der Teileinigung im Handelsstreit bedroht das Coronavirus die Warenströme zwischen West und Fernost. Der Dax könnte trotzdem im Plus starten.

Anleger sorgen sich derzeit um die Auswirkungen des Coronavirus. Foto: dpa

In Deutschland gibt es den ersten bestätigten Fall des Coronavirus. Trotzdem liegt der deutsche Leitindex Dax auf außerbörslichen Handelsplattformen vor dem Handelsstart leicht im Plus. Am Dienstag hatte die Sorge vor einer rasanten Verbreitung des Virus die Aktienmärkte weltweit tief ins Minus gedrückt, der Dax verlor 2,7 Prozent auf 13.205 Zähler.

Die wirtschaftlichen Folgen durch den Ausbruch des Coronavirus sind nicht absehbar. Die Reisebeschränkungen bremsen die chinesische Wirtschaft. Vor allem die Reise- und Tourismusbranche, aber auch die Einzelhandels- und Spirituosenverkäufer sind betroffen, so Experten. Als Outperformer der Virus-Welle sehen sie Unternehmen aus dem Gesundheitswesen und Online-Shops.

Kurz nach den Entspannungssignalen im Handelsstreit zwischen Washington und Peking droht dadurch eine neue Gefahr für die Warenströme zwischen West und Fernost. Außerdem wichtig am Dienstag: SAP legt seine Jahresbilanz vor, Apple und Ebay die Quartalszahlen.

1 – Vorgaben aus den USA

Die Furcht vor den wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus hat auf die Stimmung der Anleger in den USA gedrückt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 1,6 Prozent tiefer auf 28.535 Punkten. Der technologielastige Nasdaq gab 1,9 Prozent auf 9139 Punkte nach. Der breit gefasste S & P 500 büßte 1,6 Prozent auf 3243 Punkte ein.

Bei den US-Einzelwerten sprangen die Aktien von Beyond Meat mehr als vier Prozent in die Höhe. Die US-Fastfood-Kette Denny's nimmt die Fleischersatz-Burger des Unternehmens aus Kalifornien in sein Angebot auf.

Dagegen kehrten Anleger Fast-Food- und Kaffee-Ketten den Rücken, die Filialen in der vom Coronavirus besonders heimgesuchten chinesischen Region um die Stadt Wuhan haben. Luckin Coffee fielen rund neun Prozent. Yum China büßte fünf Prozent sowie Starbucks fast vier Prozent ein.

2 – Vorgaben aus Asien

Die steigenden Zahlen der Todesopfer und Infizierten sowie die Ausbreitung des Virus außerhalb Chinas hat auf die Stimmung der asiatischen Anleger gedrückt. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,9 Prozent tiefer bei 23.134 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,8 Prozent und lag bei 1689 Punkten.

3 – SAP zieht seine Jahresbilanz

Wenn der Walldorfer Softwarekonzern die Zahlen fürs abgelaufene Jahr veröffentlicht, dürfte das Interesse riesig sein: Nach dem überraschenden Führungswechsel im Oktober stehen Christian Klein und Jennifer Morgan als neue Co-Chefs erstmals in der Verantwortung.

Ihre Themen sind aber ähnlich wie bei ihrem Vorgänger Bill McDermott. Einerseits verspricht der Softwarehersteller seinen Aktionären ein kräftiges Wachstum im Geschäft mit dem Cloud-Computing, andererseits will er die Profitabilität deutlich steigern. Das fordern bedeutende Investoren wie der Hedgefonds Elliott Management. Die Erwartungen der Anteilseigner sind insgesamt hoch: Im vergangenen Jahr stieg der Kurs um 38 Prozent.

4 – Apple legt Quartalszahlen vor

Der amerikanische Computerhersteller veröffentlicht nach Börsenschluss seine Bilanz für das wichtige Weihnachtsquartal. Analysten erwarten, dass die Umsätze gegenüber dem Vorjahr um fast fünf Prozent auf 88,1 Milliarden Dollar steigen. Der Gewinn dürfte demnach 20,1 Milliarden Dollar betragen.

Während bei Apple das Wachstum im Geschäft mit iPhone, iPad und Mac-Computern etwas langsamer wächst, dürften vor allem Dienstleistungen und tragbares Zubehör wie die Kopfhörer AirPods oder die Apple Watch kräftig zulegen. Die Analysten rechnen beim Umsatz mit den sogenannten „Wearables“ mit einem Zuwachs von 40 Prozent auf 10,2 Milliarden Dollar. Die Dienstleistungen dürften den Schätzungen zufolge 13,1 Milliarden Dollar zum Umsatz beitragen. Das wären 21 Prozent mehr als im Vorjahr.

5 – Auch Ebay mit Zahlen

Die Online-Handelsplattform präsentiert am Abend deutscher Zeit die Geschäftszahlen für den Zeitraum Oktober bis Dezember. Analysten rechnen mit leichten Zuwächsen beim Umsatz, aber einem Gewinnrückgang gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Die Investoren werden speziell auch darauf achten, wie sich der Verkauf der Ticketplattform Stubhub für 4,59 Milliarden Dollar auf die Bilanz auswirkt. Ebay veräußerte den Geschäftsbereich unter dem Druck einflussreicher Hedgefonds, die zur Erhöhung des Aktienwerts schon länger eine Aufspaltung des US-Konzerns forderten. Neben dem Verkauf von Stubhub hatten die einflussreichen Finanzinvestoren Elliott Management und Starboard Value auch auf die Trennung von Ebays Classifieds-Sparte gedrängt. Hierzu gehören die deutschen Angebote Ebay Kleinanzeigen und mobile.de.

Termine Unternehmen am 28. Januar

  • 07:00 Uhr, Schweiz: SGS, Jahreszahlen
  • 07:00 Uhr, Deutschland: SAP, Jahreszahlen (Pk 10.00 h)
  • 07:00 Uhr, Deutschland: Cancom, Jahreszahlen
  • 07:00 Uhr, Deutschland: Sartorius, Jahreszahlen
  • 07:00 Uhr, Niederlande: Philips, Jahreszahlen
  • 07:00 Uhr, Schweiz: SGS, Jahreszahlen
  • 07:30 Uhr, Deutschland: Zooplus, Umsatz 2019
  • 10:00 Uhr, Deutschland: KfW, Jahresauftakt-Pk, Frankfurt
  • 10:00 Uhr, Deutschland: Pressegespräch LBBW-Chef Rainer Neske, Frankfurt
  • 12:00 Uhr, Schweden: Autoliv, Q4-Zahlen, Stockholm
  • 12:30 Uhr, USA: 3M, Q4-Zahlen
  • 12:45 Uhr, USA: Pfizer, Q4-Zahlen
  • 12:55 Uhr, USA: United Technologies, Q4-Zahlen
  • 17:45 Uhr, Frankreich: LVMH, Jahreszahlen
  • 22:05 Uhr, USA: Stryker, Q4-Zahlen
  • 22:05 Uhr, USA: Starbucks Corporation, Q1-Zahlen
  • 22:15 Uhr, USA: AMD, Q4-Zahlen
  • 22:15 Uhr, USA: Ebay, Q4-Zahlen
  • 22:30 Uhr, USA: Apple, Q1-Zahlen
  • Ohne Zeitangabe, USA: Harley-Davidson, Q4-Zahlen
  • Ohne Zeitangabe, USA: Lockheed Martin, Q4-Zahlen
  • Ohne Zeitangabe, USA: Xilinx, Q3-Zahlen
  • Ohne Zeitangabe, USA: Xerox, Q4-Zahlen

Termine Konjunktur am 28. Januar

  • 09:00 Uhr, Spanien: Arbeitslosenquote Q4/19
  • 12:00 Uhr, Irland: Einzelhandelsumsatz 12/19
  • 14:00 Uhr, Ungarn: Zentralbank, Zinsentscheid
  • 14:30 Uhr, USA: Auftragseingang langlebige Güter 12/19 (vorläufig) 16:00 Uhr, USA: Verbrauchervertrauen 01/20

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