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Jeans–Ikone Levi Strauss legt ein erfolgreiches Börsendebüt hin

Der erste Börsengang an der Wall Street seit vier Monaten ist ein Erfolg. Levi Strauss will mit dem Geld weiter expandieren.


Levi Strauss gibt es nun auch als Aktie an der Wall Street. Mit einem ersten Preis von 22,22 Dollar war der Börsengang des Jeans-Herstellers aus Kalifornien ein voller Erfolg. Das Unternehmen hatte den Preis am Mittwochabend auf 17 Dollar festgesetzt. Das war bereits ein Dollar über der ursprünglichen Preisspanne von 14 bis 16 Dollar.

Levi Strauss läutet auch die diesjährige IPO-Saison ein. Das Unternehmen, dessen Aktien unter dem Symbol „LEVI“ an der New York Börse gehandelt werden, ist der erste Börsengang seit vier Monaten. In den kommenden Wochen wollen auch die Fahrdienste Lyft und Uber an die Börse gehen.

Levis hat nach einer schweren Krise Ende der 1990er Jahre ein erstaunliches Wachstum hingelegt. Vor allem seit Charles Bergh 2011 als CEO dazugestoßen ist, ist die Marke auch unter jüngeren Kunden wieder angesagt. Der Umsatz ist im vergangenen Jahr um 14 Prozent auf 5,6 Milliarden Dollar gestiegen, der Netto-Gewinn lag bei 283 Millionen Dollar. „Für mich ist das ein Kauf“, sagte die Analystin Roxanne Meyer von MKM Partners dem Börsensender CNBC.

Für das 156 Jahre alte Unternehmen ist es bereits der zweite Börsengang in seiner Geschichte. 1971 platzierten die Erben des Gründers Levi Strauss schon einmal die Aktien am Markt, um sie 1985 wieder zurückzukaufen.

Warum das Unternehmen gerade jetzt an die Börse gehen will, dazu äußert sich weder Levi Strauss noch die Familie. Beobachter sind überzeugt, dass einige der vielen Levi-Strauss-Erben gerne eine liquidere Vermögensklasse in ihren Händen halten möchten.

Tatsächlich begibt das Unternehmen mit dem IPO neue A-Aktien. Die Familie, die rund zwei Drittel der Aktien hält, hingegen wird als Halter von B-Aktien mit einem zehnfachen Stimmrecht ausgestattet. Bestimmte Entscheidungen kann das Management um den CEO Charles Bergh auch in Zukunft nicht ohne die Familie fällen. Allerdings können die Erben auch auf ihre Stimmrechte verzichten und ihre B-Aktien in A-Aktien umwandeln und veräußern.

Mit dem Gang auf das Parkett sammelte die kalifornische Firma 623 Millionen Dollar frisches Kapital ein. Den Erlös aus dem Börsengang will Levi Strauss unter anderem für Zukäufe nutzen, um das Markenportfolio auszubauen.